Dein Hund hat Verdauungsprobleme? Dann bist du hier genau richtig. Verdauungsprobleme beim Hund gehören zu den häufigsten Gründen für einen Tierarztbesuch und das aus gutem Grund: Weicher Kot, Blähungen, Bauchschmerzen oder wechselhafter Stuhlgang können deinen Hund ganz schön belasten (wie dich selbst vermutlich auch). Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen lässt sich die Ursache finden und gezielt angehen.
In diesem Lenn & Lucy Ratgeber erfährst du, welche Ursachen hinter Verdauungsproblemen beim Hund stecken, welche Symptome du kennen solltest, wann ein Tierarztbesuch sinnvoll ist und wie du die Darmgesundheit deines Hundes langfristig unterstützen kannst.
Schnell-Check: Welche Verdauungsprobleme hat dein Hund?
Verdauungsprobleme können sich ganz unterschiedlich äussern. Hier eine erste Orientierung:
| Was du beobachtest | Mögliche Ursache | Was du tun kannst |
|---|---|---|
| Weicher Kot, wechselhafter Stuhlgang | Futterumstellung, empfindlicher Magen | Futter prüfen, langsam umstellen |
| Hund hat Blähungen, aufgeblähter Bauch | Gestörte Darmflora, zu schnelles Fressen | Fütterungsrhythmus anpassen, Probiotika |
| Hund hat Bauchschmerzen (Unruhe, Gebetsstellung) | Futterunverträglichkeit, Magenproblem | Tierarzt-Check, Schonkost |
| Hund rülpst häufig | Luft schlucken, fermentierbare Futterbestandteile | Langsamer füttern, Futter prüfen |
| Chronischer Durchfall | Allergie, Parasiten, chronische Darmerkrankung | Tierarzt für Diagnostik |
| Durchfall nach Antibiotika | Gestörtes Mikrobiom | Darmaufbau mit Probiotika und Präbiotika |

Hund Verdauungsprobleme: Die häufigsten Symptome erkennen
Nicht jede Unregelmässigkeit im Verdauungstrakt ist gleich ein grosses Problem. Manche Hunde haben einfach mal einen schlechten Tag, genau wie wir. Aber es gibt typische Anzeichen, die du kennen solltest.
Hund hat Bauchschmerzen
Hunde Bauchschmerzen äussern sich oft durch eine angespannte Bauchdecke, Unruhe, häufiges Positionswechseln oder Unlust zu fressen. Hier kann es helfen, den Bauch vorsichtig abzutasten:
- Ist der Bauch hart?
- Spannt der Hund den Bauch beim Abtasten kann?
- Reagiert er vielleicht sogar aggressiv oder empfindlich darauf?
Manche Hunde nehmen die sogenannte «Gebetsstellung» ein: Vorderbeine flach am Boden, Hinterteil in der Luft. Das ist ein klassisches Zeichen für Bauchkrämpfe und sieht dramatischer aus als es meistens ist.
Hund hat Blähungen
Gelegentliche Blähungen bei Hunden sind normal. Wenn dein Hund aber regelmässig unter starken Blähungen leidet, kann das auf eine gestörte Darmflora, Futterunverträglichkeiten oder zu schnelles Fressen hindeuten. Auf die Frage «Hilfe mein Hund hat Blähungen was tun?» gehen wir weiter unten im Detail ein.
Hund rülpst häufig
Dass Hund rülpsen ist weniger häufig als Blähungen, deutet aber auf ähnliche Ursachen hin: Luft schlucken beim Fressen (vor allem bei Hunden, die schlingen), fermentierbare Futterbestandteile oder in selteneren Fällen Magenprobleme. Meistens hilft es schon, die Fütterung anzupassen. Auch dazu später mehr.
Empfindlicher Magen
Manche Hunde haben einfach einen empfindlichen Magen. Sie reagieren auf jede Futterumstellung mit weichem Kot, vertragen keine Leckerlis und brauchen ihr gewohntes Futter, damit alles rund läuft. Wenn dein Hund ein empfindlicher Magen-Typ ist, ist das kein «Defekt», sondern eine Eigenschaft, die man gut managen kann.
Weitere Anzeichen für Hund Darmprobleme
Wechselhafter Stuhlgang (mal fest, mal weich), Schleim im Kot oder vermehrtes Grasfressen können ebenfalls auf Darmprobleme beim Hund hindeuten. Wenn ein Hund chronischer Durchfall über mehrere Wochen hat, sollte das tierärztlich abgeklärt werden. Aber auch hier gilt: Meistens steckt etwas Behandelbares dahinter.

Was verursacht Verdauungsprobleme beim Hund?
Die Ursachen für Hund Verdauungsprobleme lassen sich grob in vier Bereiche einteilen:
1. Fütterung
Das ist tatsächlich die häufigste Ursache. Zu schnelles Fressen, plötzliche Futterumstellungen, minderwertiges Futter mit Füllstoffen und Zusatzstoffen oder Futtermittelunverträglichkeiten. Ein Hund mit empfindlichem Magen reagiert besonders stark auf solche Veränderungen. Die gute Nachricht: Fütterungsbedingte Probleme lassen sich fast immer durch Anpassungen lösen.
2. Stress und Umwelt
Ortswechsel, neue Familienmitglieder, Trennungsstress oder Reisestress können sich direkt auf die Verdauung auswirken. Die sogenannte Darm-Hirn-Achse beim Hund funktioniert ähnlich wie beim Menschen: Psychische Belastungen schlagen buchstäblich auf den Magen.
3. Erkrankungen
Parasiten, Infektionen, Pankreatitis, entzündliche Darmerkrankungen (IBD) oder Futtermittelallergien können hinter chronischen Verdauungsproblemen stecken. Hat der Hund Pankreatitis spielt Ernährung eine besonders wichtige Rolle in der Behandlung. Pankreatitis beim Hund ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), bei der Verdauungsenzyme vorzeitig aktiviert werden und das Organ selbst angreifen, was zu starken Schmerzen, Erbrechen und Durchfall führt. Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen und wird oft durch fettreiche Ernährung, Übergewicht oder andere Faktoren ausgelöst. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen ist ein Tierarztbesuch immer sinnvoll.
4. Gestörtes Mikrobiom
Das Mikrobiom deines Hundes besteht aus Milliarden von Bakterien, die eine entscheidende Rolle für die Verdauung spielen. Antibiotika, Stress oder einseitige Ernährung können das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen. Und ein gestörtes Mikrobiom beim Hund ist häufig die Grundlage für chronische Verdauungsprobleme, die immer wiederkehren.
Wann zum Tierarzt?
Nicht jedes Bauchgrummeln erfordert einen Tierarztbesuch. Aber es gibt ein paar Situationen, in denen ein Check sinnvoll ist:
- Blut im Kot oder im Erbrochenen sollte immer zeitnah abgeklärt werden.
- Durchfall oder Erbrechen länger als 24 Stunden, besonders bei Welpen und älteren Hunden, da sie schneller dehydrieren.
- Starke Bauchschmerzen mit Unruhe, Winseln und angespannter Bauchdecke.
- Gewichtsverlust ohne erkennbare Ursache über mehrere Wochen.
- Chronischer Durchfall, der über mehr als zwei Wochen anhält oder immer wiederkehrt.
Bei leichteren Beschwerden wie gelegentlich weichem Kot, Blähungen oder einem empfindlichen Magen kannst du zunächst mit den Tipps in den nächsten Abschnitten ansetzen.

Darmgesundheit beim Hund: Was du selbst tun kannst
Wenn der Tierarzt keine ernsthafte Erkrankung festgestellt hat, kannst du die Darmgesundheit deines Hundes auf mehreren Wegen unterstützen. Hier sind die Massnahmen, die erfahrungsgemäss am meisten bringen:
Langsame Futterumstellungen
Jeder Futterwechsel sollte über mindestens 7 bis 10 Tage schrittweise erfolgen. Mische das neue Futter in steigenden Anteilen unter das gewohnte. Das gibt dem Mikrobiom deines Hundes Zeit, sich anzupassen, und vermeidet die typische «neues Futter = Durchfall»-Reaktion.
Feste Fütterungszeiten
Feste Mahlzeiten statt Fressen nach Bedarf. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind für die meisten erwachsenen Hunde ideal. Bei einem empfindlichen Magen können kleinere, häufigere Mahlzeiten helfen. Und nach dem Fressen mindestens 30 Minuten Ruhe, das reduziert Blähungen und gibt dem Magen Zeit für die erste Verdauungsphase.
Hochwertiges Futter
Verzichte auf Futter mit unnötigen Zusatzstoffen, Farbstoffen und Füllstoffen. Was für hochwertiges Hundefutter gilt, gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel: Nur das, was dein Hund wirklich braucht, und nichts, was überflüssig ist. Schaue dir hier also einfach mal die Zutatenliste auf der Packung deines Hundefutters an. Stehen dort viele Begriffe, die dir nichts sagen oder die du nicht aussprechen kannst? Dann geh doch hier einmal tiefer in die Recherche.
Ballaststoffe nicht vergessen
Ballaststoffe spielen auch bei Hunden eine wichtige Rolle für die Verdauung. Sie fördern eine gesunde Darmbewegung und dienen den nützlichen Darmbakterien als Nahrung. Kürbis (gekocht, ungewürzt) ist eine hervorragende natürliche Ballaststoffquelle für Hunde und wird von den meisten gut vertragen.
💡 Tipp: Ein bis zwei Esslöffel gekochter Kürbis (nicht die gewürzte Variante aus der Dose!) unter das Futter mischen kann bei weichem Kot und unregelmässigem Stuhlgang erstaunlich gut helfen. Viele Hunde mögen den Geschmack dazu noch super gerne, so wie mein Buddy auch.
Probiotika für Hunde: Wie sie die Darmflora unterstützen
Probiotika für Hunde sind lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge verabreicht einen positiven Effekt auf die Darmgesundheit haben können. Sie gehören zu den am besten untersuchten Ansätzen bei Hunde-Verdauungsproblemen.
Was Probiotika bewirken können: Sie helfen, das Mikrobiom des Hundes nach Antibiotika-Behandlungen, Stress oder Futterumstellungen wieder aufzubauen. Bestimmte Stämme wie Lactobacillus acidophilus sind wissenschaftlich gut dokumentiert in ihrer Wirkung auf die Darmflora des Hundes.
Probiotika und Präbiotika zusammen: Probiotika wirken am besten in Kombination mit Präbiotika. Präbiotika für Hunde sind Ballaststoffe, die den nützlichen Darmbakterien als Nahrung dienen. Diese Kombination unterstützt das Mikrobiom nachhaltiger und ist effektiver als Probiotika allein.
Worauf du achten solltest: Nicht alle Probiotika-Produkte für Hunde sind gleich wirksam. Die Dosierung muss ausreichend hoch sein, und die verwendeten Stämme sollten spezifisch für den Hundedarm geeignet sein. Einfach umverpackte Human-Probiotika sind nicht das Gleiche.
Darmsanierung beim Hund: Wann sinnvoll und wie?
Eine Hunde-Darmsanierung, also der gezielte Wiederaufbau der Darmflora, kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein:
- Nach einer Antibiotika-Behandlung: Antibiotika töten nicht nur schädliche Bakterien, sondern auch nützliche. Der Darmaufbau Hund nach Antibiotika braucht aktive Unterstützung, damit sich die Darmflora wieder erholen kann.
- Bei chronischen Verdauungsproblemen: Wenn dein Hund über Wochen oder Monate immer wieder Durchfall, Blähungen oder weichen Stuhl hat, kann eine Darmsanierung mit Probiotika und Präbiotika helfen, die Darmflora zu stabilisieren.
- Nach Stressphasen: Umzug, Tierheimaufenthalt, lange Reisen. Solche Phasen belasten die Darmflora. Eine gezielte Unterstützung über 4 bis 8 Wochen kann den Darm beim Wiederaufbau helfen.
Wie lange dauert eine Darmsanierung beim Hund? In der Regel 4 bis 8 Wochen, je nach Ausgangslage. Erste Verbesserungen zeigen sich oft schon nach 1 bis 2 Wochen. Wichtig: Eine Darmsanierung ersetzt keine tierärztliche Behandlung bei schwerwiegenden Erkrankungen. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung, nicht die Lösung für alles!
Darmflora Hund aufbauen: Was dabei hilft
Ob nach einer Antibiotika-Behandlung, nach einer Stressphase oder einfach zur Unterstützung bei einem empfindlichen Verdauungssystem: Die Darmflora deines Hundes aufbauen geht am besten mit einer Kombination aus mehreren Massnahmen:
| Massnahme | Was sie bewirkt | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Probiotika (z.B. Lactobacillus) | Bringen nützliche Bakterien direkt in den Darm | Nach Antibiotika, bei chronischen Problemen |
| Präbiotika (Ballaststoffe) | Füttern die vorhandenen guten Bakterien | Ergänzend zu Probiotika, dauerhaft möglich |
| Schonkost (Reis + gekochtes Poulet) | Entlastet den Darm, gibt ihm Zeit zur Erholung | Bei akuten Beschwerden, für 2 bis 3 Tage |
| Langsame Futterumstellung | Gibt dem Mikrobiom Zeit zur Anpassung | Bei jedem Futterwechsel |
| Stressreduktion | Entlastet die Darm-Hirn-Achse | Bei stressbedingten Verdauungsproblemen |
Auf einen Blick: Wann hilft was?
| Situation | Erste Massnahme | Ergänzend | Verbesserung nach |
|---|---|---|---|
| Gelegentlich weicher Kot | Futter prüfen, langsam umstellen | Ballaststoffe ergänzen (Kürbis) | 1 bis 2 Wochen |
| Hund hat Blähungen | Fütterungsrhythmus anpassen | Probiotika für den Darmaufbau | 2 bis 4 Wochen |
| Nach Antibiotika | Darmaufbau mit Probiotika + Präbiotika | Schonkost für die ersten Tage | 4 bis 8 Wochen |
| Chronischer Durchfall | Tierarzt-Check (Ausschlussdiagnostik) | Probiotika + Futterumstellung | Je nach Diagnose |
| Hund empfindlicher Magen | Feste Fütterungszeiten, Schonkost-Phasen | Probiotika zur Stabilisierung | Langfristig managen |

Selbst-Check: Was du zuhause herausfinden kannst
Bevor du zum Tierarzt fährst, kannst du selbst schon einiges herausfinden. Das hilft dir nicht nur bei der Einschätzung, sondern auch dem Tierarzt, weil du konkrete Beobachtungen mitbringen kannst.
Bauch abtasten
Leg deinen Hund auf die Seite oder lass ihn entspannt stehen. Taste mit sanftem, gleichmässigem Druck den Bauch ab, von den Rippen bis zum Becken. Normaler Bauch fühlt sich weich und nachgiebig an. Wenn dein Hund bei Berührung zusammenzuckt, die Bauchdecke anspannt oder sich wegdreht, kann das auf Bauchschmerzen hindeuten. Achte auch darauf, ob sich der Bauch aufgebläht oder ungewöhnlich hart anfühlt. Wichtig: Das ist eine erste Orientierung, keine Diagnose. Im Zweifelsfall immer den Tierarzt fragen.
Der Dehydrations-Test
Besonders wichtig bei Durchfall oder Erbrechen: Zieh eine Hautfalte am Nacken deines Hundes vorsichtig nach oben und lass sie los. Bei einem gut hydriertem Hund springt die Haut sofort zurück. Bleibt die Falte kurz «stehen» oder geht nur langsam zurück, ist dein Hund möglicherweise dehydriert. Ein weiteres Zeichen: Trockenes, klebriges Zahnfleisch statt feucht und glatt. Bei Anzeichen von Dehydration sollte dein Hund zeitnah zum Tierarzt.
Kot-Check: Was dir die Verdauung verrät
Der Kot deines Hundes ist tatsächlich einer der besten Indikatoren für seine Verdauungsgesundheit. Klingt unappetitlich, lohnt sich aber:
| Was du siehst | Was es bedeutet | Was du tun kannst |
|---|---|---|
| Braun, fest, gut geformt | Alles in Ordnung, gesunde Verdauung | Weiter so! |
| Weich, aber noch geformt | Leichte Reizung, Futterumstellung | Futter prüfen, beobachten |
| Breiig oder wässrig | Durchfall, verschiedene Ursachen möglich | Schonkost, bei >24h zum Tierarzt |
| Schleim auf dem Kot | Dickdarm-Reizung, oft bei Stress | Beobachten, bei Wiederholung Tierarzt |
| Gelber oder oranger Kot | Schnelle Darmpassage, Gallenprobleme möglich | Tierarzt, wenn es anhält |
| Schwarzer, teerartiger Kot | Kann auf Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt hindeuten | Zeitnah zum Tierarzt |
| Unverdaute Futterstücke | Zu schnelles Fressen oder Verdauungsproblem | Langsamer füttern, Anti-Schling-Napf |
💡 Praktischer Tipp: Mach bei auffälligem Kot ein kurzes Foto mit dem Handy. Falls du zum Tierarzt musst, ist das deutlich hilfreicher als eine verbale Beschreibung. Tierärzte sind daran gewöhnt und können anhand des Bildes schneller einschätzen, was los ist.
Fress-Tagebuch führen
Bei wiederkehrenden Verdauungsproblemen kann ein einfaches Fress-Tagebuch erstaunlich aufschlussreich sein. Notiere für 1 bis 2 Wochen: Was hat dein Hund gefressen (inkl. Leckerlis und alles, was er beim Spaziergang aufgeschnappt hat), wie sah der Kot aus und gab es Auffälligkeiten wie Blähungen, Rülpsen oder Grasfressen? Oft ergibt sich daraus ein Muster, das dir oder deinem Tierarzt sofort zeigt, wo das Problem liegt.
Zusammenfassung
Hat dein Hund Verdauungsprobleme, brauchst du dir erstmal keine grossen Sorgen machen. Sie sind weit verbreitet, kommen ab und zu bei jedem Hund vor und sind in den meisten Fällen gut behandelbar. Ob Blähungen, weicher Kot, Bauchschmerzen oder ein empfindlicher Magen: Meistens steckt etwas Alltägliches dahinter, das sich gezielt angehen lässt.
Am meisten bringt die Kombination aus hochwertigem Futter, festen Fütterungszeiten, langsamen Futterumstellungen und einer gezielten Unterstützung der Darmgesundheit mit Probiotika und Präbiotika. Besonders nach Antibiotika-Behandlungen oder Stressphasen kann eine Darmsanierung helfen, das Mikrobiom wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Bei Blut im Kot, anhaltendem Durchfall oder starken Bauchschmerzen ist ein Tierarztbesuch immer sinnvoll. Aber für die vielen alltäglichen Verdauungsthemen gilt: Du kannst eine Menge tun, und dein Hund wird es dir danken.
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Häufig gestellte Fragen
Was sind die häufigsten Ursachen für Verdauungsprobleme beim Hund?
Die häufigsten Ursachen sind Fütterungsfehler (zu schnelles Fressen, plötzliche Futterumstellungen, minderwertiges Futter), Stress, ein gestörtes Mikrobiom oder Futtermittelunverträglichkeiten. In den meisten Fällen lässt sich die Ursache gut identifizieren und gezielt behandeln.
Hund Blähungen was tun?
Blähungen beim Hund entstehen oft durch eine gestörte Darmflora, zu schnelles Fressen oder unpassendes Futter. Hilfreich sind eine ruhige Fütterungsumgebung, kleinere und häufigere Mahlzeiten, hochwertiges Futter ohne Füllstoffe und eine Unterstützung des Mikrobioms mit Probiotika. Bei anhaltenden Blähungen lohnt sich auch ein Check auf Futterunverträglichkeiten.
Helfen Probiotika bei Verdauungsproblemen beim Hund?
Ja. Probiotika für Hunde, insbesondere Stämme wie Lactobacillus acidophilus, können das Mikrobiom stabilisieren und bei chronischen Verdauungsproblemen, nach Antibiotika-Behandlungen oder bei stressbedingten Beschwerden unterstützend wirken. Am besten in Kombination mit Präbiotika.
Wann ist eine Darmsanierung beim Hund sinnvoll?
Eine Darmsanierung kann sinnvoll sein nach einer Antibiotika-Behandlung, bei chronischen Verdauungsproblemen oder nach belastenden Stressphasen. Probiotika und Präbiotika helfen, das Mikrobiom wieder aufzubauen. Die Darmsanierung dauert in der Regel 4 bis 8 Wochen und ersetzt keine tierärztliche Behandlung bei schwerwiegenden Erkrankungen.
Was ist der Unterschied zwischen Probiotika und Präbiotika?
Probiotika sind lebende Bakterienstämme (z.B. Lactobacillus), die dem Darm direkt nützliche Mikroorganismen zuführen. Präbiotika sind Ballaststoffe, die den vorhandenen guten Bakterien als Nahrung dienen. Zusammen wirken sie am besten: Probiotika bringen die guten Bakterien, Präbiotika sorgen dafür, dass sie sich vermehren und ansiedeln können.
Was hilft beim Darmaufbau nach Antibiotika beim Hund?
Am besten eine Kombination aus Probiotika (z.B. mit Lactobacillus acidophilus), Präbiotika und leicht verdaulichem Futter. Starte die Probiotika idealerweise schon während der Antibiotika-Behandlung (mit zeitlichem Abstand zur Medikamentengabe) und setze sie mindestens 4 Wochen nach Behandlungsende fort. So kann sich die Darmflora schrittweise wieder aufbauen.
Mein Hund hat einen empfindlichen Magen. Was kann ich tun?
Ein empfindlicher Magen beim Hund lässt sich gut managen: Feste Fütterungszeiten, langsame Futterumstellungen (mindestens 7 bis 10 Tage), kleinere Portionen und hochwertiges Futter ohne unnötige Zusätze. Eine gezielte Unterstützung mit Probiotika kann die Darmflora stabilisieren und die Empfindlichkeit langfristig reduzieren.
Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Darmgesundheit vom Hund?
Eine zentrale Rolle. Die Ernährung beeinflusst die Zusammensetzung des Mikrobioms direkt. Hochwertiges Futter mit ausreichend Protein, guten Fetten und Ballaststoffen fördert eine gesunde Darmflora. Futter mit vielen Füllstoffen, Zucker oder künstlichen Zusätzen kann das Mikrobiom dagegen belasten und Verdauungsprobleme begünstigen.
Kann Stress Verdauungsprobleme beim Hund verursachen?
Ja, definitiv. Die Darm-Hirn-Achse beim Hund funktioniert ähnlich wie beim Menschen: Psychische Belastungen wie Umzüge, neue Familienmitglieder, Trennungsstress oder Reisestress können sich direkt auf die Verdauung auswirken. Stressbedingte Verdauungsprobleme äussern sich oft durch weichen Kot, Durchfall oder Appetitlosigkeit.
Hund hat Durchfall: Wann zum Tierarzt?
Bei einmaligem Durchfall ohne Begleitsymptome kannst du zunächst mit Schonkost (Reis + gekochtes Poulet) ansetzen. Zum Tierarzt solltest du, wenn der Durchfall länger als 24 Stunden anhält, Blut im Kot sichtbar ist, dein Hund zusätzlich erbricht oder apathisch wirkt, oder wenn es sich um einen Welpen oder älteren Hund handelt.
Was ist Pankreatitis beim Hund und welche Rolle spielt die Ernährung?
Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) ist eine ernstere Erkrankung, die tierärztliche Behandlung erfordert. Bei der Hund Pankreatitis Ernährung ist besonders wichtig: fettarmes Futter, kleine Portionen, keine Tischreste. Nach der akuten Phase kann eine angepasste Ernährung zusammen mit einer gezielten Unterstützung der Darmflora helfen, Rückfälle zu vermeiden.
Wie kann ich die Verdauung meines Hundes fördern?
Die Verdauung deines Hundes fördern kannst du durch feste Fütterungszeiten, hochwertiges Futter, langsame Futterumstellungen, ausreichend Bewegung und eine gezielte Unterstützung der Darmgesundheit mit Probiotika und Präbiotika. Auch Ballaststoffe (z.B. gekochter Kürbis) können die Verdauung positiv unterstützen.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information rund um die Verdauungsgesundheit beim Hund und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder schwerwiegenden Symptomen empfehlen wir, den Tierarzt zu konsultieren.



